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Gleichgültigkeit; nichts ist selbstverständlich

10.März.2018

Fredi heisst unsere Hauskatze. Rosmarie unsere Nachbarin. Die zwei sind ein eingespieltes Team und füreinander da. So haben wir die Flexibilität, kurzfristig Ferientage zu geniessen mit der beruhigenden Gewissheit, dass Fredi gut aufgehoben und für ihn gesorgt ist.

Grenchen ist meine Stadt. Hier bin ich aufgewachsen und die Stadt hat einen festen Platz in meinem Herzen. Was zeichnet eine lebenswerte Stadt aus? Es sind die Bewohner mit ihren vielfältigen Charakteren und Eigenheiten welche eine Stadt lebendig und vielfältig erscheinen lassen. Achten auf den Nachbarn, füreinander da sein, offen und interessiert sein für das tägliche Leben in unserer Stadt. Ähnlich wie Rosmarie mit unserem Fredi. Genau das sind Attribute, welche uns Bewohnerinnen und Bewohner etwas abhandengekommen sind. Doch nur so können Probleme erkannt und an Lösungen mitgearbeitet werden.

Für unsere Stadt ist zurzeit die grösste Herausforderung, sich aus ihrer Lethargie zu lösen. Politisch ist treten an Ort angesagt. Kaum ein politisches Geschäft kann auf Anhieb umgesetzt resp. realisiert werden. Lieber werden wichtige, anstehende Projekte noch einmal abgeklärt, wenn möglich noch eine Arbeitsgruppe eingesetzt um damit Zeit zu gewinnen. Finanzdruck lähmt die Dynamik eine Vorwärtsstrategie einzuschlagen. Mutlos wird nach Lösungen gesucht, unsere Stadt weiter zu entwickeln. Eine klare Vision, welche Richtung wir für unsere Stadt einschlagen, wäre so dringend nötig. Mir scheint, dass sich eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung wie auch in der Politik breit macht. Dabei stehen so wichtige Projekte für unsere Stadt an: Bahnhof Süd: Neugestaltung und Busumsteigeplatz, Attraktives, lebendiges Zentrum mit Charme, diverse Strassensanierungen, Wiederbesetzung Stelle Stadtbaumeister, Ortsplanungsrevision, usw.

Es kann und darf uns auch nicht gleichgültig sein, dass sich unsere Stadtverwaltung Tagtäglich für unsere Stadt einsetzt und wir damit auf eine gut funktionierende Infrastruktur zählen dürfen. Nichts ist selbstverständlich. Tägliche, unterbruchlose Strom, Gas- und Wasserversorgung, Rettungs- und Polizeidienst, Feuerwehr, Zivilschutz, Unterhalts- und Dienstleistungsarbeiten durch den Werkhof, qualitativ gut funktionierende Schulen (übrigens die grösste im Kanton) zeigen auf, dass es sich lohnt, sich in dieser Stadt einzusetzen und gesellschaftlich mitzuwirken. Miteinander statt gegeneinander. Mehr Interesse und Hingabe für unsere Stadt. Zusammenstehen und Grenchen als Wohn- Erholungs- und Arbeitsstadt nach aussen tragen. Politik und Bevölkerung soll als ein eingespieltes Team auftreten und sich respektvoll, hartnäckig und lösungsorientiert in eine erfolgreiche Zukunft bewegen. Ich persönlich wünschte mir noch viele Fredis und Rosmaries in unserer Stadt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling und viele, interessante Erlebnisse und Begegnungen in unserer lebenswerten Stadt.

Alex Kaufmann, Gemeinderat SP, Fraktionschef




SP vor Ort